Ratapoil, H. Daumier
Aber die Revolution ist gründlich. Sie ist noch auf der Reise durch das Fegefeuer begriffen. Sie vollbringt ihr Geschäft mit Methode. Bis zum 2. Dezember 1851 hatte sie die eine Hälfte ihrer Vorbereitung absolviert, sie absolviert jetzt die andre. Sie vollendete erst die parlamentarische Gewalt, um sie stürzen zu können. Jetzt, wo sie dies erreicht, vollendet sie die Exekutivgewalt, reduziert sie auf ihren reinsten Ausdruck, isoliert sie, stellt sie sich als einzigen Vorwurf gegenüber, um alle ihre Kräfte der Zerstörung gegen sie zu konzentrieren. Und wenn sie diese zweite Hälfte ihrer Vorarbeit vollbracht hat, wird Europa von seinem Sitze aufspringen und jubeln: Brav gewühlt, alter Maulwurf!
Diese Exekutivgewalt mit ihrer ungeheuern bürokratischen und militärischen Organisation, mit ihrer weit- schichtigen und künstlichen Staatsmaschinerie, ein Beamtenheer von einer halben Million neben einer Armee von einer andern halben Million, dieser fürchterliche Parasitenkörper, der sich wie eine Netzhaut um den Leib der französischen Gesellschaft schlingt und ihr alle Poren verstopft, entstand in der Zeit der absoluten Monar- chie, beim Verfall des Feudalwesens, den er beschleunigen half. Die herrschaftlichen / Privilegien der Grundei- gentümer und Städte verwandelten sich in ebenso viele Attribute der Staatsgewalt, die feudalen Würdenträger in bezahlte Beamte und die bunte Mustercharte der widerstreitenden mittelalterlichen Machtvollkommenheiten in den geregelten Plan einer Staatsmacht, deren Arbeit fabrikmäßig geteilt und zentralisiert ist.
Die erste französische Revolution mit ihrer Aufgabe, alle lokalen, territorialen, städtischen und provinziellen Sondergewalten zu brechen, um die bürgerliche Einheit der Nation zu schaffen, mußte entwickeln, was die absolute Monarchie begonnen hatte: die Zentralisation, aber zugleich den Umfang, die Attribute und die Handlanger der Regierungsgewalt. Napoleon vollendete diese Staatsmaschinerie. Die legitime Monarchie und die Julimonarchie fügten nichts hinzu als eine größere Teilung der Arbeit, in demselben Maße wachsend, als die Teilung der Arbeit innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft neue Gruppen von Interessen schuf, also neues Material für die Staatsverwaltung.
Jedes gemeinsame Interesse wurde sofort von der Gesellschaft losgelöst, als höheres, allgemeines Interesse ihr gegenübergestellt, der Selbsttätigkeit der Gesellschaftsglieder entrissen und zum Gegenstand der Regierungs- tätigkeit gemacht, von der Brücke, dem Schulhaus und dem Kommunalvermögen einer Dorfgemeinde bis zu den Eisenbahnen, dem Nationalvermögen und der Landesuniversität Frankreichs.
Die parlamentarische Republik endlich sah sich in ihrem Kampfe wider die Revolution gezwungen, mit den Repressivmaßregeln die Mittel und die Zentralisation der Regierungsgewalt zu verstärken. Alle Umwälzungen vervollkommneten die Maschine statt sie zu brechen. Die Parteien, die abwechselnd um die Herrschaft rangen, betrachteten die Besitznahme dieses ungeheueren Staatsgebäudes als die Hauptbeute des Siegers.
Aber unter der absoluten Monarchie, während der ersten Revolution, unter Napoleon war die Bürokratie nur das Mittel, die Klassenherrschaft der Bourgeoisie vorzubereiten. Unter der Restauration, unter Louis-Philippe, unter der parlamentarischen Republik war sie das Instrument der herrschenden Klasse, so sehr sie auch nach Eigenmacht strebte.
Erst unter dem zweiten Bonaparte scheint sich der Staat völlig verselbständigt zu haben. Die Staatsmaschinerie hat sich der bürgerlichen Gesellschaft gegenüber so befestigt, daß an der Spitze der Chef der Gesellschaft vom 10. Dezember genügt, ein aus der Fremde herbeigelaufener Glücksritter, auf den Schild gehoben von einer trun- kenen Soldateska, die er durch Schnaps und Würste erkauft hat, nach der er stets von neuem mit der Wurst wer- fen muß. Daher die kleinlaute Verzweiflung, das Gefühl der ungeheuersten Demütigung, Herabwürdigung, das die Brust Frankreichs beklemmt und seinen Atem stocken läßt. Es fühlt sich wie entehrt.
_________________________________________________________________________
Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte, MEW 8, VII. Kapitel; Berlin (O) 1960, S. 196f.
„Die Arbeit ist die Quelle alles Reichtums und aller Kultur, und da
nutzbringende Arbeit nur in der Gesell- schaft und durch die Gesellschaft
möglich ist, gehört der Ertrag der Arbeit unverkürzt, nach gleichem
Rechte, allen Gesellschaftsgliedern.“
Erster Teil des Paragraphen: „Die Arbeit ist die Quelle alles Reichtums und aller Kultur.“
Die Arbeit ist nicht die Quelle alles Reichtums. Die Natur
ist ebensosehr die Quelle der Gebrauchswerte (und aus solchen besteht
doch wohl der sachliche Reichtum!) als die Arbeit, die selbst nur die
Äußerung einer Naturkraft ist, der menschlichen Arbeitskraft. Jene
Phrase findet sich in allen Kinderfibeln und ist insofern richtig, als unter- stellt
wird, daß die Arbeit mit den dazugehörigen Gegenständen und Mitteln
vorgeht.
Ein sozialistisches Programm darf aber solchen bürgerlichen
Redensarten nicht erlauben, die Bedingungen zu verschweigen, die ihnen allein einen Sinn geben. Nur
soweit der Mensch sich von vornherein als Eigentümer zur Natur, der
ersten Quelle aller Arbeitsmittel und –gegenstände, verhält, sie als ihm
gehörig behandelt, wird seine Arbeit Quelle von Gebrauchswerten, also
auch von Reichtum.
Die Bürger haben sehr gute Gründe, der Arbeit übernatürliche Schöpfungskraft
anzudichten; denn grade aus der Naturbedingtheit der Arbeit folgt, daß
der Mensch, der kein andres Eigentum besitzt als seine Arbeitskraft, in
allen Gesellschafts- und Kulturzuständen der Sklave der andern Menschen
sein muß, die sich zu Eigentümern der gegenständlichen
Arbeitsbedingungen gemacht haben. Er kann nur mit ihrer Erlaubnis
arbeiten, also nur mit ihrer Erlaubnis leben.
____________________________________________________________________________
aus Marx, Randglossen zum Programm der deutschen Arbeiterpartei ("Kritik des Gothaer Programms") in
MEW 19, S. 13
Nota. - Das Gothaer Programm war als Plattform für die Vereinigung der Lassalleaner mit den 'marxistischen' Eisenachern in einem Kuhhandel entstanden. Da die Lassalleaner in der Sache überall nachgeben mussten, wollten sie wenigstens auf dem Papier kompensiert werden. Das Ergebnis war ein heilloses Mischmasch aus allerlei sozialistischen Phrasen verschiedenster Provenienz. Marx und Engels waren geneigt, sich von diesem Potpourri öffentlich zu distanzieren. Sie ließen sich von Bebel und Liebknecht schließlich doch überreden.
Die Arbeit machen typischerweise die Apologeten der bürgerlichen Wirtschaftsordnung zum Fetisch. Da tun sie die Unternehmer und die Unternommenen in einen Sack und lässt unter den Tisch fallen, dass die sachlichen Bedingungen, die wirkliche Arbeit überhaupt erst möglich machen, von einer Seite her vorab monopolisiert sind - und es sieht fast so aus, als täten sie den Eigentümern des Arbeitsvermögens einen Gefallen, wenn sie ihnen die erforderlichen Arbeitsmittel 'überlassen'. Dass das Monopol über die Arbeitsmittel aus einer vorangegangenen Okkupation hervorgegangen ist, gerät im Weihrauch aus dem Blick.
JE
Diese
verschiednen
Formen
des
Arbeitslohns
gehn
das
allgemeine
Verhältnis
nichts
an.
Es
ist
übrigens
auf
der
Hand
liegend,
daß
beim
Stücklohn
die-
selbe
Frage
eintritt:
Woher
kommt
der
Mehrwert?
Offenbar,
daß
das
Stück
nicht
ganz
bezahlt
wird;
daß
mehr
Arbeit
in
dem
Stück
absorbiert
ist
als
für
es in
Geld
bezahlt
wird.
Also
das
ganze
Phänomen
nur
dadurch
zu
erklären
(alle
andren
Erklärungsweisen
setzen
es
schließ- lich
immer
wieder
voraus),
daß
der
Arbeiter
nicht
seine
Arbeit
verkauft
als
Ware
—
und
das
ist
sie,
sobald
sie
vergegenständlicht
ist,
in
welchem
Gebrauchswert
immer,
also
stets
als
Resultat
des
/Arbeitsprozesses,
also
meist,
bevor
die
Arbeit
gezahlt
wird
—,
sondern
sein
Arbeitsvermögen,
bevor
es
gearbeitet
hat
und
sich
als
Arbeit
verwirklicht
hat.
Das
Resultat
—
daß
der
vorausgesetzte
Wert
oder
die
Geldsumme,
die
der
Käufer
in
die
Zirkulation
warf,
nicht
nur
reproduziert
ist,
sondern
sich
verwertet
hat,
in
einer
bestimmten
Proportion
gewachsen,
zu
dem
Wert
ein
Mehrwert
hinzugekommen
ist
—,
dies
Resultat
wird
nur
in
dem
unmittelbaren
Produktionsprozeß
verwirklicht,
denn
erst
hier
wird
aus
dem
Arbeitsvermögen
wirkliche
Arbeit,
vergegenständlicht
sich
die
Arbeit
in
einer
Wa- re.
Dies
Resultat
ist,
daß
der
Käufer
mehr
vergegenständlichte
Arbeit
in
der
Form
von
Ware
zurückerhält,
als
er
in
der
Form
von
Geld
vorgeschossen
hat. Während
des
Arbeitsprozesses
selbst
ist
dieser
Mehrwert
—
dieses
Surplus
vergegenständlichter
Arbeitszeit
erst
entsprungen,
die
er
später
wieder
in
Zirkulation
wirft,
indem
er
die
neue
Ware
verkauft.
Aber
dieser
zweite
Akt,
in
dem
der
Mehrwert
wirklich
entspringt
und
das
Kapital
in
der
Tat
produktives
Kapi- tal
wird,
kann
nur
eintreten
infolge
des
ersten
Akts
und
ist
nur
eine
Konsequenz
des
spezifischen
Gebrauchs- werts
der
Ware,
die
im
ersten
Akt
zu
ihrem
Wert
gegen
Geld
ausgetauscht
wird.
Der
erste
Akt
findet
aber
nur
statt
unter
gewissen
historischen
Bedingungen.
Der
Arbeiter
muß
frei
sein,
um
über
sein
Arbeitsvermögen
als
sein
Eigentum
verfügen
zu
können,
also
weder
Sklave,
Leibeigner,
Höriger.
Andrerseits
muß
er
ebensowohl
die
Bedingungen,
sein
Arbeitsvermögen
verwirklichen
zu
können,
verloren
haben.
Also
weder
zu
eignem
Gebrauch
wirtschaftender
Bauer
oder
Handwerker
sein,
überhaupt
er
muß
auf- gehört
haben,
Eigentümer
zu
sein.
Es
ist unterstellt,
daß
er
als
Nichteigentümer
arbeitet
und
die
Bedingungen
seiner
Arbeit
ihm
als
fremdes
Eigentum
gegenüberstehn.
In
diesen
Bedingungen
liegt
also
auch,
daß
die
Erde
ihm
als
fremdes
Eigentum
gegenübersteht;
daß
er
ausge- schlossen
ist
vom
Gebrauch
der
Natur
und
ihrer
Produktionen.
Es
ist
dies
der
Punkt,
worin
das
Grundeigen- tum als eine notwendige Voraussetzung der Lohnarbeit und daher des Kapitals erscheint.
Im
übrigen
ist
es
bei
der
Betrachtung
des
Kapitals
als
solchem
nicht
weiter
zu
berücksichtigen,
indem
die
der
kapitalistischen
Form
der
Produktion
entsprechende
Form
des
Grundeigentums
selbst
ein
historisches
Produkt
der
kapitalistischen
Produktionsweise
ist.
In
dem
Dasein
des
Arbeitsvermögens
als
Ware,
angeboten
vom
Arbeiter
selbst
—
liegt
also
ein
ganzer
Umkreis
von
historischen
Bedingungen,
unter
denen
allein
die
Arbeit
Lohnarbeit,
daher
das
Geld
Kapital
werden
kann.
Es handelt
sich
dabei
natürlich
darum,
daß
die
Produktion
im
allgemeinen
auf
dieser
Grundlage
beruht,
die
Lohnarbeit
und
ihre
Verwendung
durch
Kapital
nicht
als
sporadische
Erscheinung
auf
der
Oberfläche
der
Gesellschaft
vorkommt,
sondern
daß
dies herrschendes
Verhältnis.
______________________________________________________________________
Ökonomisches Manuskript von 1861-63, in Marx-Engels-Werke Band 43, Berlin 1990, S. 103f.
Nota. - Unmittelbar bevor Marx mit dem Begriff, d. h. mit dem "herrschenden Verhältnis" argumentiert, hatte er freilich vorgerechneet, wie auch im Stücklohn letztlich die Arbeitszeit als Maßstab gilt; nämlich im Durchschnitt. Stücklohn kommt nur zur Anwendung, wenn der bestimmte Arbeiter - die bestimmte Gruppe von Arbeitern - in ihrem Durchschnitt den allgemeinen Durchschnitt unterbieten.
JE
Eine
der
ersten
Folgen
der
Einführung
neuer
Maschinerie,
bevor
sie
herrschend
in
ihrem
Produktionszweig
geworden
ist,
ist,
die
Arbeitszeit
der
Arbeiter
zu
verlängern,
die
fortfahren,
mit
den
alten
unvollkommenen
Produktionsmitteln
zu
arbeiten.
Die
mit
der
Maschinerie
produzierte
Ware,
obgleich
sie
über
ihrem
individuellen
Wert
verkauft
wird,
d.
h. über
dem
Quantum
in
ihr
selbst
enthaltner
Arbeitszeit,
wird
unter
dem
bisherigen
gesellschaftlichen,
allgemeinen
Wert
derselben
Produktspezies
verkauft.
Die
gesellschaftlich
notwendige
Arbeitszeit
zur
Produktion
dieser
be- stimmten
Ware
ist
daher
gefallen,
nicht
aber
die
für
die
mit
den
alten
Produktionsinstrumenten
arbeitenden
Arbeiter.
Reichen
also
10
Stunden
Arbeitszeit
hin
zur
Reproduktion
seines
Arbeitsvermögens,
so
enthält
sein
Produkt
von
10
Stunden
nicht
mehr
10
Stunden
notwendiger
Arbeitszeit,
nämlich
unter
den
neuen
gesellschaft- lichen
Produktionsbedingungen
zur
Herstellung
dieses
Produkts
notwendiger
Arbeitszeit,
sondern
vielleicht
nur
6 Stunden.
Wenn
er
daher
14
Stunden
arbeitet,
so
stellen
diese
seine
14
Stunden
nur
10
Stunden
notwendiger
Arbeitszeit
dar,
und
es
sind
nur
10
Stunden
notwendige
Arbeitszeit
in
ihnen
realisiert.
Das
Produkt
hat
daher
auch
nur
den
Wert
eines
Produkts
von
10
Stunden
allgemeiner
notwendiger
gesellschaftlicher
Arbeit.
Er
müßte
die
Arbeits- zeit
verlängern,
wenn
er
selbständig
arbeitet.
Arbeitet
er
als
Lohnarbeiter,
also
notwendig
auch
Surpluszeit,
so
wird
bei
aller
Verlängrung
der
absoluten
Arbeitszeit
die
durchschnittliche
Surplusarbeit
für
den
Kapitalisten
nur
herauskommen,
indem
sein
Lohn
unter
den
frühren
average
fällt,
d.
h.
von
den
mehr
Stunden,
die
er
arbeitet,
weniger
von
ihm
selbst
angeeignet
werden,
nicht,
weil
seine
Arbeit
produktiver,
sondern
weil
sie
unproduktiver
geworden,
nicht,
weil
er
in
kleinrer
Arbeitszeit
dasselbe
Quantum
von
Produkt
schafft,
sondern
weil
das
ihm
zufallende
Quantum
verringert
wird.
______________________________________________________________________
Ökonomisches Manuskript von 1861-63, in Marx-Engels-Werke Band 43, Berlin 1990, S. 323
Nota I. - Was sich als Gesetzt der Konkurrenz darstellt, ist nichts anderes als die Zeitverzögerung, mit der sich die Veränderungen des Durchschnitts auf der Gebrauchswertseite in verändertem Durchschnitt auf der Tauschwert- seite durchsetzen. Das ist trivial und hat mit Schicksalfügung nichts zu tun.
Nota II. - Unter den Bedingungen einer entwickelten Arbeiterbewegung kann der Kapitalist weder beim Lohn noch bei der Arbeitszeit schalten und walten, wie er will. Umso größer der Druck, den technischen Vorsprung der Konkurrenten aufzuholen und, wenn möglich, zu überholen. Der Klassenkampf beschleunigt die Akkumu- lation, indem er die Konkurrenz der Kapitalien verschärft.
Schon wieder so eine Stelle, wo der Gebrauchswert (der Arbeitskraft) in die Formbestimmung eingreift.
JE
Arbeitsteilung in der Steinzeit, Wiktor Wasnezow
Mit
der
Einführung
der
Maschinerie,
mit
welcher
die
Arbeitsmittel
großen
Wertumfang
annehmen
und
sich
in
massenhaften
Gebrauchswerten
darstellen,
wächst
dieser
Unterschied
zwischen
Arbeitsprozeß
und
Verwertungs- prozeß
und
wird
ein
bedeutendes
Moment
in
der
Entwicklung
der
Produktivkraft
und
dem
Charakter
der
Produk- tion.
Ein
Atelier
von
mechanischen
Webstühlen
z.B.,
das
während
12
Jahren
leistet,
ist
die
Abnutzung
der
Ma- schinerie
usw.
während
des
Arbeitsprozesses
an
einem
Tage
unbedeutend
und
erscheint
daher
der
Wertteil
der
Maschinerie,
der
in
der
einzelnen
Ware
wiedererscheint
oder
selbst
in
dem
Produkt
eines
ganzen
Jahres,
relativ
unbedeutend.
Die
vergangene,
vergegenständlichte
Arbeit
tritt
hier
massenhaft
in
den
Arbeitsprozeß
ein,
wäh- rend
nur
ein
relativ
unbedeutender
Teil
dieses
Teils
des
Kapitals
sich
in
demselben
Arbeitsprozeß
abnutzt,
also
in
den
Verwertungsprozeß
eintritt
und
daher
als
Wertteil
im
Produkt
wiedererscheint.
Wie
bedeutend
daher
immer
die
Wertgröße
sei,
welche
die
in
den
Arbeitsprozeß
eingehnde
Maschinerie
und
die
mit
ihr
gegebnen
Baulichkeiten
usw.
darstellen,
geht,
mit
dieser
Gesamtwertmasse
verglichen,
immer
nur
ein
relativ
geringer
Teil
derselben
in
den
täglichen
Verwertungsprozeß,
daher
in
den
Wert
der
Ware,
ein,
verteuert
die
Ware
relativ,
aber
nur
unbedeutend
und
in
viel
geringerem
Maße,
als
die
von
der
Maschinerie
ersetzte
Hand- arbeit
sie
verteuern
würde.
Wie
groß
daher
auch
der
Teil
des
Kapitals,
der
in
Maschinerie
ausgelegt
ist,
erschei- nen
möge
gegen
den
Teil,
der
in
der
lebendigen
Arbeit
ausgelegt
ist,
welcher
diese
Maschinerie
als
Produktions- mittel
dient,
so
erscheint
diese
Proportion
sehr
gering,
wenn
der
Wertteil
der
Maschinerie,
der
in
der
einzelnen
Ware
wiedererscheint,
verglichen
wird
mit
der
in
derselben
Ware
aufgesaugten
lebendigen
Arbeit,
und
erscheint
der
von
beiden
—
Maschinerie
und
Arbeit
—
dem
einzelnen
Produkt
zugesetzte
Wertteil
gering
—
im
Verhält- nis
zum
Wert
des
Rohmaterials
selbst.
Es ist
erst
mit
der
Maschinerie,
daß
die
gesellschaftliche
Produktion
auf
großer
Stufenleiter
die
Kraft
erwirbt,
Produkte,
die
ein
großes
Quantum
vergangner
Arbeit
darstellen,
also
große
Wertmassen,
ganz
in
den
Arbeits- prozeß
eingehen
zu
lassen,
ganz
als
Produktionsmittel,
während
nur
ein
relativ
geringer
aliquoter
Teil
derselben
in
den
während
des
einzelnen
Arbeitsprozesses
vor
sich
gehenden
Verwertungsprozesses
eingeht.
Das
Kapital,
was
in
dieser
Form
in
jeden
einzelnen
Arbeitsprozeß
eingeht,
ist
groß,
aber
das
Verhältnis,
worin
sein
Gebrauchs- wert
während
dieses
Arbeitsprozesses
vernutzt,
konsu-
miert
wird
und
sein
Wert
daher
ersetzt
werden
muß,
ist
relativ
klein.
Die
Maschinerie
wirkt
ganz
als
Arbeitsmittel,
setzt
dem
Produkt
aber
nur
Wert
zu
im Verhältnis,
worin
der
Arbeitsprozeß
sie
entwertet,
eine
Entwertung,
die / durch
den
Grad
der
Abnutzung
ihres
Gebrauchs- werts
während
des
Arbeitsprozesses
bedingt
ist.
______________________________________________________________________
Ökonomisches Manuskript von 1861-63, in Marx-Engels-Werke Band 43, Berlin 1990, S. 321f.
Nota. - Ohne die Ausbildung des Kapitals wäre die Einführung von Maschinen und der Übergang zu erwei- terter, industrieller Arbeitsteilung nicht möglich gewesen.
Einfache Kooperation in den Ateliers der Manufakturen konnte Ludwig XIV. selbst durchführen. Um Geld zu verdienen, denn seine Kriege waren nicht minder kostspielig als das Bauen in Versailles. Er produzierte Luxus- güter, die auch er selbst gebrauchen konnte - zum Selbstkostenpreis. Die gewaltigen Investitionen, die die Ein- führung von Maschinen erfordert hätten, konnte er sich gar nicht leisten, denn ein Gewinn im kommenden Jahr linderte nicht seine Geldknappheit im Moment.
Der Fürst kann nur selber industrieller Kapitalis werden, wenn es fähig ist, ganz und gar Kapitalist zu werden. Solange seine Privatschatulle Teil des Staatshaushalts ist, ist daran nicht zu denken.
Mit andern Worten, die Verheerungen des Frühkapitalismus und der industriellen Revolution waren historisch unumgänglich; die nachträglichen Romantisierungen aristokratischer Staatssozialisten konnten es nicht vertu- schen.
JE
Chaplin
Die
Vermehrung
der
Produktivkraft
durch
die
einfache
Kooperation
und
Teilung
der
Arbeit
kostet
dem
Ka- pitalisten
nichts.
Sie
sind
unentgeltliche
Naturkräfte
der
gesellschaftlichen
Arbeit
in
den
bestimmten
Formen,
die
sie
unter
der
Herrschaft
des
Kapitals
annimmt.
Die
Anwendung
der
Maschinerie [hingegen!]
bringt
nicht
nur
Produktivkräfte
der
gesellschaftlichen
Arbeit
ins
Spiel
im Unterschied
von
der
Arbeit
des
vereinzelten
Individuums.
Sie
verwandelt
einfache
Naturkräfte
in
Potenzen
der
gesellschaftlichen
Arbeit,
wie
Wasser,
Wind,
Dampf,
Elektrizität
usw.
Dies
abgesehn
von
der
Benutzung
der
mechanischen
Gesetze,
die
in
dem
eigentlichen,
arbeitenden
Teil
(i.
e. direkt
das
Rohmaterial
mechanisch
oder
chemisch
verwandelnden
Teil
der
Maschinerie)
wirkt.
Indes
unterscheidet
sich
diese
Form
der
Vermehrung
der
Produktivkräfte,
hinc der
notwendigen
Arbeitszeit
dadurch:
Ein
Teil
der
bloßen
Naturkraft,
die
angewandt
wird,
ist
in
dieser
ihrer
anwendbaren
Form
Produkt
der
Arbeit,
wie
die
Verwandlung
von
Wasser
in
Dampf.
Wo
die
bewegende
Kraft,
wie
das
Wasser
z. B.
natürlich
als
Wasserfall
und
dgl.
vorgefunden
wird
{höchst
charakteristisch,
nebenbei
bemerkt,
daß
die
Franzosen
das
Wasser
im
Lauf
des
18.
Jahrhunderts
horizontal
wirken
ließen,
die
Deutschen
stets
es
künstlich
brachen},
ist
das
Medi- um,
wodurch
seine
Bewegung
auf
die
eigentliche
Maschinerie
fortgeleitet
wird,
z. B. Wasserrad,
Produkt
der
Arbeit.
Ganz
und
gar
aber
gilt
dies
von
der
unmittelbar
den
Rohstoff
umformenden
Maschinerie
selbst.
Die
Maschine- rie
also,
im
Unterschied
von
der
einfachen
Kooperation
und
der
Teilung
der
Arbeit
in
der
Manufaktur,
ist
produ- zierte
Produktivkraft;
sie
kostet;
sie
tritt
als
Ware
(direkt
als
Maschinerie
oder
indirekt
als
Ware,
die
konsumiert
werden
muß,
um
der
bewegenden
Kraft
die
erheischte
Form
zu
geben)
in
die
Produktionssphäre,
worin
sie
als
Maschinerie
wirkt,
als
ein
Teil
des
konstanten
Kapitals.
Wie
jeder
Teil
des
konstanten
Kapitals
fügt
sie
dem
Produkt
den
Wert
zu,
der
in
ihr
selbst
enthalten
ist,
d.
h,,
verteuert
es
um
die
Arbeitszeit,
die
zu
ihrer
eignen
Produktion
erheischt
war.
Die
Maschinerie
also,
im
Unterschied
von
der
einfachen
Kooperation
und
der
Teilung
der
Arbeit
in
der
Manu- faktur,
ist
produzierte
Produktivkraft;
sie
kostet;
sie
tritt
als
Ware
(direkt
als
Maschinerie
oder
indirekt
als
Ware,
die
konsumiert
werden
muß,
um
der
bewegenden
Kraft
die
erheischte
Form
zu
geben)
in
die
Produktionssphä- re,
worin
sie
als
Maschinerie
wirkt,
als
ein
Teil
des
konstanten
Kapitals.
Wie
jeder
Teil
des
konstanten
Kapitals
fügt
sie
dem
Produkt
den
Wert
zu,
der
in
ihr
selbst
enthalten
ist,
d.
h., verteuert
es
um
die
Arbeitszeit,
die
zu
ihrer
eignen
Produktion
erheischt
war. ...
In dem
Maße,
wie
die
Maschinerie
aus
ihrer
Kindheitsstufe
heraustritt,
sich
von
den
Dimensionen
und
dem
Charakter
des
Handwerkszeugs
unterscheidet,
das
sie
ursprünglich
ersetzt,
wird
sie
massenhafter
und
teurer,
er-/heischt
mehr
Arbeitszeit
zu
ihrer
Produktion,
steigt
ihr
absoluter
Wert,
obgleich
sie
relativ
wohlfeiler
wird,
d.
h.,
obgleich
die
wirksamre
Maschinerie
in
dem
Verhältnis
ihrer
Wirksamkeit
weniger
kostet
als
die
minder
wirksame,
d. h.,
das
Quantum
Arbeitszeit,
das ihre
eigne
Produktion
kostet,
in
viel
ge-
ringrem
Verhältnis
wächst
als
das
Quantum
Arbeitszeit,
das
sie
ersetzt.
Jedenfalls
aber
steigt
ihre
absolute
Teuerkeit
progressiv,
fügt
sie
also
absolut
größern
Wert
der
von
ihr
produzierten
Ware
hinzu,
namentlich
im
Vergleich
zu
dem
Hand- werkszeug
oder
selbst
den
einfachen
und
den
auf
Teilung
der
Arbeit
beruhenden
Instrumenten,
die
sie
im
Pro- duktionsprozeß
ersetzt.
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Ökonomisches Manuskript von 1861-63, in Marx-Engels-Werke Band 43, Berlin 1990, S. 318f.
Nota. - Der Ausdruck kommt hier zwar noch nicht vor, aber es geht um den Unterschied, den M. später als den zwischen formeller und reeller Subsumtion der Arbeit unter das Kapital beschreiben wird. Die einfache Koope- ration - = Teilung der Arbeit - innerhalb derselben Werkstatt könnte ein x-beliebiger Meister einführen, wenn sein Produkt nicht zünftig reglementiert wäre. Aber ein kapitalistischer Unternehmer muss sie einführen, wenn die Konkurrenz ihn zum Einsatz von Maschinen zwingt.
Denn ungezwungen würde er Maschinen niemals einführen: Sie kosten erst einmal viel Geld. Die Konkurrenz - der Warenmarkt - muss erst ein Ausmaß erreicht haben, das ihm wie ein Zwang vorkommt, damit er diese Inve- stition riskiert. Mit andern Worten, das Kapital muss schon so weit entwickelt sein, dass ein höherer Grad der Arbeitsteilung (durchschnittlich) gesellschaftlich notwendig geworden ist.
Es ist dies eine von den vielen Stellen, wo das Soffliche - der Gebrauchswert - unmittelbar in die Formbestim- mung eingreift (oder umgekehrt die Formbestimmung in den Gebrauchswert; aber das ist logisch dasselbe).
JE
wolfram
Es
ist
nur
in
einzelnen
Fällen,
daß
der
Kapitalist
durch
Einführung
der
Maschinerie
direkte
Herabsetzung
des
Ar- beitslohns
bezweckte,
obgleich
dies
stets
der
Fall,
wenn
er
an
die
Stelle
der
geschickten
Arbeit
einfache
und
an
die
Stelle
der
Arbeit
erwachsener
Männer
die
Arbeit
von
Frauen
und
Kindern
setzt.
Der
Wert
der
Ware
ist
durch
die
in
ihr
enthaltne
gesellschaftlich
notwendige
Arbeitszeit
bestimmt.
Bei
Einführung
neuer
Maschinerie,
solange
die
Masse
der
Produktion
noch
auf
Grundlage
der
alten
Produktionsmittel
fort- dauert,
kann
der
Kapitalist
die
Ware
unter
ihrem
gesellschaftlichen
Wert
verkaufen,
obgleich
er
sie
über
ihrem
individuellen
Wert
verkauft,
d.h.
über
der
Arbeitszeit,
die
er
unter
dem
neuen
Produktionsprozeß
zu
ihrer
Her- stellung
bedarf.
Hier
scheint
also
der
Mehrwert
für
ihn
aus
dem
Verkauf
—
der Übervorteilung
der
andren
Wa- renbesitzer,
dem
Steigen
des
Preises
der
Ware
über
ihren
Wert,
herzustammen,
nicht
aus
der
Verminderung
der
notwendigen
Arbeitszeit
und
der
Verlängerung
der
Surplusarbeitszeit.
Indes
ist
auch
das
nur
Schein.
Durch
die
ausnahmsweise
Produktivkraft,
die
die
Arbeit
hier
im
Unterschied
von
der
Durchschnittsarbeit
in
demselben
Geschäftszweig
erhalten,
wird
sie
im
Verhältnis
zu
derselben
höhre
Ar- beit,
so
daß
z.
B.
eine
Arbeitsstunde
derselben
gleich
5/4 Arbeitsstunden
der
Durchschnittsarbeit,
einfache
Ar- beit
auf
höherer
Potenz.
Der
Kapitalist
zahlt
sie
aber
wie
die
Durchschnittsarbeit.
Eine
geringre
Zahl
Arbeits- stunden
wird
so
gleich
einer
größeren
Zahl
Arbeitsstunden
der
Durchschnittsarbeit.
Er
bezahlt
sie
als
Durch- schnittsarbeit
und
verkauft
sie
als
das,
was
sie
ist,
höhere
Arbeit,
von
der
ein
bestimmtes
Quantum
=
einem
höheren
Quantum
der
Durchschnittsarbeit.
Der
Arbeiter
braucht
hier
also
nur
geringre
Zeit
zu
arbeiten,
unter
der
Voraussetzung,
als
der
Durchschnittsarbeiter,
um
denselben
Wert
zu
produzieren.
Er
arbeitet
also
in
der
Tat
geringere
Arbeitszeit
—
als
der
Durchschnittsarbeiter
—
um
das
Äquivalent
für
seinen
Arbeitslohn
oder
die
zur
Reproduktion
seines
Arbeitsvermögens
nötigen
Lebensmittel
zu
produzieren.
Er gibt
also
eine
größre
Zahl
Arbeitsstunden
als
Surplusarbeit
dem
Kapitalisten,
und
es
ist
nur
diese
relative
Surplusarbeit,
die
dem
letztern
beim
Verkauf
den Überschuß
des
Preises
der
Ware
über
ihren
Wert
liefert.
Er
realisiert
diese
Surplusarbeitszeit,
oder,
was
dasselbe,
diesen
Surpluswert
nur
im
Verkauf,
der
also
nicht
aus
dem
Verkauf,
sondern
aus
der
Verkürzung
der
notwendigen
Arbeitszeit
und
daher
der
relativen
Vermehrung
der
Surplusarbeitszeit
herstammt.
Selbst
wenn
der
Kapitalist,
der
die
neue
Maschinerie
einführt,
höheren
als
den
Durchschnittsarbeitslohn
zahlte,
rührte
der
von
ihm
realisierte
Uberschuß
über
den
normalen
Mehrwert,
den
von
den
andren
Kapitalisten
in
demselben
Geschäftszweig
realisierten
Mehrwert,
nur
davon
her,
daß
der
Arbeitslohn
nicht
in
demselben
Ver- hältnis
vermehrt
wird,
in
welchem /
diese
Arbeit
über
die
Durchschnittsarbeit
steigt,
daß
also
stets
eine
relative
Vermehrung
der
Surplusarbeitszeit
stattfindet.
Dieser
Fall
also
auch
subsumiert
unter
das
allgemeine
Gesetz,
daß
der
Mehrwert
=
Surplusarbeit.
Die
Maschinerie
—
sobald
sie
kapitalistisch
angewandt
wird,
sich
nicht
mehr
in
ihren
Anfängen
befindet,
worin
sie
meist
nichts
als
machtvolleres
Handwerksinstrument
ist
—
setzt
die
einfache
Kooperation
voraus,
und
zwar
er- scheint
diese,
wie
wir
weiter
sehn
werden,
als
viel
wichtigeres
Moment
in
ihr
wie
in
der
auf
Teilung
der
Arbeit
beruhenden
Manufaktur,
wo
sie
sich
nur
im
Prinzip
der
multiples
geltend
macht,
i.e.
nicht
nur
darin,
daß
die
verschiednen
Operationen
unter
verschiedne
Arbeiter
verteilt
sind,
sondern
daß
Verhältniszahlen
stattfinden,
worin
bestimmte
Anzahl
von
Arbeitern
gruppenweis
je
den
einzelnen
Operationen
zugeteilt,
unter
sie
subsu- miert
ist.
Im
mechanischen
Atelier,
der
entwickeltsten
Form
der
kapitalistischen
Anwendung
der
Maschinerie,
ist
es
wesentlich,
daß
viele
dasselbe
tun.
Es
ist
sogar
sein
Hauptprinzip.
Die
Anwendung
der
Maschinerie
setzt
ferner
ursprünglich
als
Existenzbedingung
die
auf
Teilung
der
Arbeit
beruhnde
Manufaktur
voraus,
indem
die
Maschinenfabrikation
selbst
—
also
die
Existenz
der
Maschine
—
auf
einem
Atelier
beruht,
worin
das
Prinzip
der
Teilung
der
Arbeit
vollständig
durchgeführt.
Erst
auf
weiterer
Entwicklungsstufe
findet
Maschinenfabrikation
selbst
auf
Grundlage
der
Maschinerie
—
durch
mechanisches
Atelier
—
statt.
„In
den
Anfängen
des
mechanischen
Ateliers
bot
eine
Werkstatt
dem
Auge
die
Teilung
der
einzelnen
Arbeiten
in
mannigfachen
Abstufungen
dar;
die
Feile,
der
Bohrer,
die
Drechselbank
hatten
ein
jedes
je nach
dem
Grad
der
Geschicklichkeit
seine
Arbeiter;
aber
die
Fingerfertigkeit,
mit
der
Arbeiter
mit
Feilen
oder
Bohrern
umgin- gen,
ist
heute
durch
Maschinen
zum
Hobeln,
zum
Fräsen
von
Falzen
in
Holz
und
zum
Bohren
versetzt,
wäh- rend
die
manuelle
Arbeit
der
Eisen-
und
Kupferdreher
von
der
maschinell
betriebenen
Drehbank
übernommen
wurde."
(p.30,
31,
Ure,
1.1,
I.e.)
Die
in
der
Manufaktur
entwickelte
Teilung
der
Arbeit
wiederholt
sich
einerseits
im
Innern
des
mechanischen
Ateliers,
obgleich
in
sehr
vermindertem
Maßstab;
andrerseits,
wie
wir
später
sehn
werden,
wirft
das
mechani- sche
Atelier
die
wesentlichsten
Prinzipien
der
auf
Teilung
der
Arbeit
beruhenden
Manufaktur
über
den
Haufen.
Endlich
vermehrt
die
Anwendung
der
Maschinerie
die
Teilung
der
Arbeit
im
Innern
der
Gesellschaft,
die
Ver- vielfältigung
der
besondren
Geschäftszweige
und
unabhängigen
Produktionssphären.
Ihr
Grundprinzip
ist
Ersetzung
geschickter
Arbeit
durch
einfache
Arbeit;
also
auch
Reduktion
der
Masse
des
Arbeitslohns
auf
den
Durchschnittsarbeitslohn
oder
Reduktion
der
notwendigen
Arbeit
der
Arbeiter
auf
das
/ Durchschnittsminimum
und
Reduktion
der
Produktionskosten
des
Arbeitsvermögens
auf
die
Produktions- kosten
des
einfachen
Arbeitsvermögens.
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Ökonomisches Manuskript von 1861-63, in Marx-Engels-Werke Band 43, Berlin 1990, S. 315ff.
Nota. - Als gesellschaftlich notwendige Arbeit gilt der Durchschnitt. Wer über dem Durchschnitt liegt, macht Verlust, weil sein Produkt unverkäuflich geworden ist. Wer unter dem Durchschnitt bleibt, macht einen größeren als den durchschnittlichen Gewinn - und sei es nur, weil er mehr, nämlich billiger verkauft als die andern. Das ist der springende Punkt beim Durchschnitt: Er ändert sich, indem einige darunter bleiben; aber nicht, wenn andere darüber bleiben: Die fallen einfach aus. Das ist 'Gesetz'.
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